SEEDFEEDER – der Banksy des Sex
Anatomie und Schönheit der Extase
Der Mann ist ein Mysterium. Das heißt: Falls er überhaupt einer ist. Denn niemand weiß, wer sich hinter dem Pseudonym „SEEDFEEDER“ verbirgt. Seedfeeder tauchte auf aus dem Nichts und verschwand vier Jahre später zurück in die Anonymität, aus der er gekommen war. In der Zwischenzeit hinterließ er seine Spuren. Spuren, die bis heute Beachtung finden und zum Teil heftige Kontroversen auslösen.
Kunst oder Pornographie?
Seedfeeder, nach eigenen Angaben männlich, heterosexuell und selbst das Ergebnis einer „interracial union“ (mehr ist über ihn nicht zu erfahren), hat von 2008 bis 2012 Artikel in der Wikipedia illustriert. Dabei handelte es sich nicht um politische oder wissenschaftliche Themen, sondern um Beiträge, die von Spielarten der menschlichen Sexualität und Lust handeln. Seine Illustrationen sind wissenschaftlich und anatomisch korrekt und darin so schamlos explizit, dass Seedfeeders Zeichnungen zu einem Politikum wurden: wie deutlich und eindeutig darf ein Lexikon sein, wenn es um unsere Sexualität geht?
Ein Beispiel gefällig?
Gern!
Stellen wir uns vor, du hättest Kinder. So wie ich. Und stellen wir uns vor, eines dieser Engelchen käme von der Schule zurück mit fragen, die nicht im Unterricht entstanden sind. Fragen wie: „Mama, was ist eigentlich a tergo?“ oder: „Papa, was ist 69?“ oder: „Was heißt das, Mama, wenn zwei Frauen die Schere machen?“
Das Lexikon Wikipedia hat, Seedfeeder sei Dank, seit einigen Jahren nicht nur verbale, sondern auch bildliche Antworten auf diese Fragen. Werfen wir doch einen Blick und schlagen nach:
https://de.wikipedia.org/wiki/A_tergo
https://de.wikipedia.org/wiki/Neunundsechzig
https://de.wikipedia.org/wiki/Tribadie
Dies sind Ausschnitte von Seedfeeders Werk. Insgesamt hat er (oder: sie) in vier Jahren 48 grafische Darstellungen produziert, die in der englischen Fassung der Wikipedia 35 Artikel illustrieren. Darüber hinaus finden sie sich inzwischen in Dutzenden weiterer Sprachräume zwischen Japan, Russland und Skandinavien.
Seedfeeders Illustrationen sind so schamlos freizügig, wie es sich sonst nur Pornographie erlaubt. Allerdings sind sie keine Pornographie. Oder sind sie es doch? Sind sie Kunst? Auf diese Frage gibt es vermutlich exakt zwei Antworten.
Darf sexuelle Aufklärung schön sein?
Seedfeeders Zeichenstil ist kompromisslos dezent. Klare linien, schlichte Farbgebung, der Hintergrund neutral. Es sind Bilder wie aus einem Aufklärungsbuch. Doch das, was er in seinen Bildern darstellt, ist so schamlos detailliert, dass sie uns Leserinnen und Lesern des Online-Lexikons den Spiegel vorhalten: gefällt uns das, was wir sehen? Würden wir wollen, dass unsere Kinder einen so expliziten Eindruck davon gewinnen, was Mama und Papa miteinander machen, wenn sie miteinander oder mit ihren Partnern allein sind? Sind wir mit unserer eigenen Sexualität so tief im Reinen, dass wir ihnen schamlos sagen könnten: „Ja, mein Schatz, das machen Papa und ich manchmal. Und wir finden es wundervoll!“?
Seedfeeder ist ein Phänomen. Er fordert uns heraus. Wir können seine Bilder nicht ignorieren, dafür sprechen sie uns zu tief in unserem Innersten an. Kunst oder Schund? Wir müssen uns positionieren. Dieser Aspekt seiner Arbeit ist es, der mich vor ihm den Hut ziehen lässt.
Machen wir uns selbst ein Bild!
Seedfeeders Werk in 26 expliziten und gleichzeitig, wie ich finde, zutiefst gefühlvollen Illustrationen:
Wo möglich, führen die Links zu deutschen Wikipedia-Seiten… Sind diese weniger explizit illustriert, führt der LInk zur englischen Wikipedia-Seite.
2012 verabschiedete sich Seedfeeder aus der Wikipedia. Niemand hat ihn, den anonymen Anarchisten der erotischen Kunst, seither ausfindig gemacht. Oder sie. Wer weiß das schon?
Kunst oder Pornographie? was denkst du?
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