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Neues Salz in alten Wunden

In unseren Konflikten geht es nur selten allein um das, worüber wir uns offensichtlich streiten…

Wir nehmen es zähneknirschend als Selbstverständlichkeit hin: Wenn Liebespaare miteinander streiten, dann geht es gerne mal hoch her. Als läge da ein Fluch auf der Liebe, der lautet: „Je tiefer du dich einlässt, desto tiefer wirst du verletzt!“ Ich glaube, wir verstehen hier ein paar Dinge und Zusammenhänge ganz gewaltig mis…

In der Tat sind wir wohl durch kaum einen anderen Menschen so leicht und so tief verletzbar wie durch unsere Liebespartner (m|w|d). Ja, es stimmt: Die Liebe tut oft auch weh. Möglicherweise aber, so argumentiere ich in diesem Text, ist dieser Umstand nicht nur gar nicht zwingend eine schlechte Nachricht. Möglicherweise steckt darin sogar eine geradezu unfassbare Chance.

Was wäre, frage ich, wenn die Liebe unsere alten Wunden nur deswegen anrühren und öffnen würde, damit wir eine Chance bekämen, diese endlich zu heilen…? Mal angenommen, da wäre etwas dran… Könnte das dann nicht in der Tat eine wirklich frohe Botschaft sein…?!

Um zu verdeutlichen, wovon ich spreche, möchte ich euch zwei Freunde von mir vorstellen. Sie heißen Katrin und Felix, sind ein nicht mehr ganz frisch verliebtes Hetero-Pärchen aus Berlin und bekommen es gerade unvermittelt zu tun mit einer ganz beachtlichen Welle aus vergangenem Schmerz. Vielleicht kann uns ihre Geschichte ja auch etwas über uns erzählen…

Von Auslösern und ihren Folgen…

Es war ein einzelner, kurzer Satz, der das Gefüge zwischen Felix und Katrin über Tage gehörig aus dem Lot brachte. „Roberto hat mich gefragt, ob wir morgen mittag mal zusammen essen“, hatte Katrin Felix erzählt. Ein aufmerksamer Beobachter (m|w|d) hätte feststellen können, dass bereits Felix erste Reaktion auf diesen Satz ungewohnt schmallippig und verschlossen klang.

Katrin merkte erst viel später, dass Felix sich an diesem Abend offenbar emotional vor ihr zurückgezogen hatte. Er schaute sie kaum an, starrte in sein Buch (blätterte allerdings nur selten um), und wenn er mit ihr sprach, dann nur, um auf eine direkte Ansprache von ihr zu antworten. Wenn er überhaupt sprach, klang seine Stimme kühl, sachlich und geradezu offensiv desinteressiert.

Katrin hielt die Spannung nicht aus. „Was ist denn los mit dir?!“, fragte sie schroff. Drei Sätze später waren sie rettungslos verfangen in einem klebrigen Netz aus Unterstellungen, Vorwürfen und gegenseitigen Kampfansagen

Ein oberflächlicher Analyst (m|w|d) würde ebenso schnell wie treffsicher erklären, dass wir es hier wohl mit einem herben Fall von Eifersucht zu tun haben. Vielleicht fielen auch die Buzzwords „Selbstunsicherheit“, „Verlustangst“ oder „emotionale Abhängigkeit“, und auch diese wären sicher hochberechtigt.

Leider jedoch hilft uns diese Sichtweise weder wirklich dabei, die Dynamik und Intensität von Felix Gefühlen in dieser Situation zu verstehen, noch erklärt es uns, warum auch Katrin an diesem Abend geradezu aus dem Nichts heraus explodierte.

Was genau war da zwischen Katrin und Felix wirklich passiert…?!

Felix: „Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden!“

Um zu verstehen, was an diesem Abend in Felix Kopf vorging, werden wir eine Reise in die Vergangenheit antreten. Exemplarisch werden wir an einigen Stellen aussteigen und uns umschauen. Und dabei möglicherweise feststellen, wie tief Felix Gegenwart ganz zwangsläufig mit den emotionalen Erfahrungen seiner Vergangenheit verwoben ist:

Zuhause war Felix der mittlere von drei Brüdern. Sein großer Bruder war zweieinhalb Jahre älter als er. Und konnte dementsprechend alles, was Felix je versuchte, schon längst um längen besser als er. Als Felix vier war und langsam damit begann, sich statt der Anerkennung des Vaters mit der liebevollen Nähe der Mutter zu begnügen, wurde diese ein drittes Mal schwanger.

Während die Aufmerksamkeit seiner Mutter immer sichtbarer in Richtung des nun dazu kommenden Geschwisterchens wanderte, verfiel Felix über Wochen in eine lethargische Schwermut. Die Eltern deuteten dies als gutes Zeichen. Der anhängliche Junge hatte endlich gelernt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Hierfür gab es vom Vater sogar ab und zu ein Lob. Allerdings tat es dem kleinen Felix, auch wenn er dies nie zeigte, jedesmal ein bisschen weh, wenn sein Vater ihm diese Art von Lob aussprach.

Felix war ein zarter Junge gewesen – in einer Zeit, in der Jungs nur Achtung bekamen, wenn sie sich stark und wild zeigten. Er war sportlich und daher nie der letzte, dessen Name beim Wählen von Fußballmannschaften fiel. Dennoch fiel die Wahl immer erst recht spät auf ihn.

Seine erste Freundin, Nadia, verließ ihn für einen Jungen zwei Klassen über ihm. Auch diese Geschichte hielt nicht besonders lang, lang genug jedoch, dass Nadia mit ihm – und nicht mit Felix – ihren ersten Sex erlebte.

Zum Studium zog Felix nach Berlin. Es brauchte drei Jahre, bis er einer Frau begegnete, die sich für ihn nicht nur wegen seiner Qualitäten als Gesprächspartner interessierte. Ihr Name war Christin. Zweieinhalb Jahre lang war Felix davon überzeugt: Sie ist es, mit der ich meinen Weg bis ans Ende gehen will. Dann fragte sie – für ihn aus heiterem Himmel – ob er sich vorstellen könne, dass sie ihre Beziehung sexuell öffnen.

Unzählige emotionale Gespräche später, teils in Begleitung eines erfahrenen Therapeuten, brach Felix in einem Anfall unkontrollierbaren Kontrollwahns eine zuvor für ihn eherne Grenze – und las Christins Tagebuch. Auf diese Weise erfuhr Felix, dass es ganz offensichtlich bereits mindestens seit Wochen einen Mann gab, den Christin heimlich und im Stillen traf. Die Worte, die er las, knisterten vor erotischer Anziehung. Hier und dort las er auch von ihren Gewissensbissen ihm gegenüber. Diese Absätze aber waren kurz und endeten in seinen Augen ausnahmslos mit einem unausgeschriebenen „aber…“.

In den darauf folgenden drei Jahren, bevor Felix Katrin kennenlernte, hatte Felix nur eine einzige erotische Begegnung mit einer Frau. Es war eine Kollegin, und sie beide waren schwer betrunken gewesen. Das Verhältnis zu dieser Kollegin war fortan von sichtbar distanzierter Sachlichkeit geprägt. Als sie später der Liebe wegen in eine andere Stadt zog, empfand Felix dies als eine Erlösung.

Übrigens war es Felix trotz eines wirklich ansehnlichen Studienabschlusses lange schwer gefallen, einen guten Job zu finden. Sein jetziger Arbeitgeber bezahlt gut, doch die Monotonie seiner Aufgaben zehrt Felix längst spürbar aus. Aktuell sind die Zahlen nicht besonders gut. In der Teeküche fällt das Stichwort „marktbedingter Reformen“. Obwohl dieser ihn weder intellektuell noch emotional erfüllt, macht sich Felix Sorgen um seinen Job.

All das ist in Felix vorhanden und aktiv, als Katrin ihm arglos davon berichtet, dass Roberto gerne mit ihr essen gehen will.

Felix trägt seit seiner Kindheit eine emotionale Wunde mit sich herum, die sich beschreiben ließe mit Worten wie: „Ich habe keinen Platz!“, „Ich bin nicht richtig, wie ich bin!“, „Ich werde nur geduldet, wenn ich still bin!“, „Ich bin bedeutungslos!“ oder „Ich bin es nicht wert, wahrhaftig geliebt zu werden!“

Diese Wunde, die sich bereits in seiner Kindheit gebildet hatte, wurde im Laufe seines Lebens wieder und wieder aufgerissen und vertieft. Auf dieses wunde Loch im Fleisch treffen Katrins Worte über Roberto. Der reißende emotionale Schmerz, den dies verursacht, macht es Felix geradezu unmöglich, sich selbst, die Situation oder seine Frau mit klarem Blick zu sehen. Felix Geist ist voller wilder Projektionen. Sein ganzes System wird überflutet von vergangenem Schmerz.

Urplötzlich und unvermittelt ist Katrin nicht mehr nur Katrin für ihn. Sondern gleichzeitig Christin, Nadia, seine Mutter, sein Vater und alle anderen Menschen, nach deren Liebe er sich gesehnt hatte und von denen er sich verraten fühlte.

Überschwemmt von nie verarbeitetem emotionalem Schmerz aus seiner Vergangenheit konnte Felix in dieser Situation möglicherweise gar nicht anders, als in Katrin eine Verräterin zu sehen, vor der er sich und alles, was in ihm zart und verletzlich war, um jeden Preis zu schützen hatte… Alle Alarmsirenen in ihm heulten ohrenbetäubend auf. In diesem Augenblick gab es in Felix nur eine einzige Priorität: Diese Vergangenheit, die er gefühlt teils nur als emotionales Wrack überstanden hatte, durfte sich auf keinen Fall wiederholen!

So weit also zu Felix und zu jenem schmerzhaften und unheilvollen Prozess, der dazu geführt hatte, dass er an diesem Abend in seiner geliebten Frau Katrin eine Manifestation seiner gefürchtetsten Dämonen sah.

Was aber ging in seiner geliebten Frau Katrin an diesem Abend vor? Wie kam es, dass sie den aufwühlenden Gefühlen ihres Mannes nicht mit liebevoller Offenheit begegnen konnte? Schließlich war ihr Kollege Roberto für sie in Sachen Erotik gar nicht besonders interessant. Wie kam es, dass Katrin Felix‘ Eifersucht unwillkürlich als Angriff auf ihre eigene Autonomie und Integrität empfand? Auch für die Antwort auf diese Frage müssen wir ein gutes Stück zurückspulen – diesmal in Katrins Lebensgeschichte…

Katrin: „Ich darf nicht abhängig sein!“

Als Katrin zwei Jahre alt war, kam ihr kleiner Bruder zur Welt. Ihre Mutter schien in ihrer kleinen Welt aus Kindern, Küche und Kirche vollends aufzugehen. Zumindest kam es ihr während ihrer Kindertage so vor. Ihren Vater dagegen erlebte sie als missmutigen Despoten, der seine Stimme ausschließlich dazu erhob, sich zu beschweren oder anderen Menschen zu sagen, was sie zu tun hatten.

Ihr kleines Brüderchen war seit seiner Geburt der Augapfel seiner Mutter. In ihrem Familienalbum gab es kaum Fotos, in denen die Mutter ohne „ihren kleinen Schatz“ auf dem Arm zu sehen war. Seine große Schwester dagegen blickte schon in jungen Jahren auf allen Fotos selbstbewusst, fast rebellisch, in die Kamera. Die kleine Katrin lernte schon in jungen Jahren, dass sie sich aktiv Gehör verschaffen musste, wenn sie nicht wollte, dass man sie überging.

In Katrins Kindheit war die Polarität von „weiblich“ und „männlich“ auf fatale Weise einerseits gleichbedeutend mit der Polarität von „gut“ und „böse“ (Mutter / Vater) und andererseits mit der Polarität von „stark“ und „schwach“ (Katrin / Katrins kleiner Bruder). Männer, so lernte die kleine Katrin bereits früh, waren etwas, vor dem man sich wahlweise schützen musste oder das einen emotional aussaugte.

In den Beziehungsspielen der Teenager- und Studienjahre blieb Katrin dennoch nicht außen vor. Ganz im Gegenteil. Sie war eine attraktive junge Frau und sah es als eine intellektuelle Herausforderung an, mit angesehenen Jungs höherer Klassen bzw. Semester zu knutschen oder später auch ins Bett zu gehen. Allzumeist verlor sie allerdings bereits nach kurzer Zeit das Interesse an ihren Eroberungen. Immer dann nämlich, wenn diese begannen, sich emotional tiefer auf sie einzulassen.

Als Katrin dreizehn war, verließ ihr Vater die Mutter für eine jüngere Frau. Zumindest erzählte ihre Mutter diese Geschichte stereotyp immer wieder auf diese Weise. In der Tat war die neue Freundin ihres Vaters fünf Jahre jünger als ihre Mutter gewesen. In Sachen Ausstrahlung, Sexappeal und Eleganz jedoch hätte sie locker mit jeder Mittdreißigerin konkurrieren können. Ihr Vater blühte an der Seite dieser Frau spürbar auf. Seine Bitterkeit verschwand und wich einem neu erwachten Interesse an sozialen und kulturellen Themen. Wenn ihr Vater Fotos seiner neuen Liebe in den sozialen Medien teilte, empfand sie gleichzeitig Abscheu und Bewunderung für dessen neue Liebespartnerin.

Mehr als einmal in ihrem Berufsleben wurde Katrin Zeugin davon, wie offensichtlich inkompetente männliche Kollegen Belobigungen und/oder Beförderungen erhielten, während sie in ihrer „bedeutenden Stabsstelle“ karrieretechnisch zu versanden drohte. Gerade erst wieder hatte sie erlebt, wie ihre Geschäftsführung (in Katrins Worten: „zwei halbe Hähnchen und ein Mannsweib“) die Bewerbung einer kompetenten und erfahrenen Frau zurückwiesen, um die ausgeschriebene verantwortungsvolle Position „schon wieder mit so einem fadenscheinigen Blender“ (Katrin) zu besetzen.

Ihre Mutter dagegen erholte sich emotional nie wieder von der Trennung von ihrem Mann. Fünf Jahre später, nur ein halbes Jahr, nachdem Katrins Bruder das mütterliche Nest verlassen hatte, erlitt sie einen schrecklichen Unfall. Niemand sonst war beteiligt gewesen, als ihr Auto von der Straße abkam und sich mehrfach überschlug. Es war Nacht gewesen. Sie war nicht angeschnallt und hatte einen Alkoholpegel von 1,3 Promill. Auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb ihre Mutter.

Vielleicht wird uns langsam deutlich: Felix war nicht der einzige, der in diesem Konflikt den Kontakt zum Hier und Jetzt verlor. Auch für Katrin vermischten sich an diesem Abend Gegenwart und Vergangenheit auf derart unentwirrbare Weise miteinander, dass sie in Felix alles Mögliche sah, aber nicht ihren Liebsten in seiner emotionalen Not.

Die alte Wunde in Katrin, an die Felix‘ Rückzug rührte, lässt sich grob umreißen durch Aussagen wie „Ich muss mich durchsetzen, sonst gehe ich verloren!“, „Ich darf niemals abhängig sein!“, „Im Leben gibt es nichts geschenkt! Man muss sich nehmen, was man will!“ oder „Wer mich begrenzt, ist mein Feind!“.

Wir erkennen schnell, dass die emotionale Ladung der „alten Wunden“ von Katrin und Felix von sehr unterschiedlicher Natur sind. Während seine Bewältigungsstrategie die Traurigkeit zu sein scheint, reagiert Katrins Psyche auf emotionalen Schmerz mit Ärger. Überaus ähnlich jedoch ist bei diesen beiden Wunden das Gefühl im Hintergrund der Traurigkeit bzw. des Ärgers. Bei beiden nämlich steht hinter diesen vordergründigen Gefühlen eine uralte, panische, kindliche Angst. Wir alle kennen diese Art von Angst: Es ist die Angst davor, dass sich das Martyrium unserer Vergangenheit wiederholt.

Worum geht es hier wirklich…?!

Die Geschichte von Katrin und Felix hat sich niemals exakt so ereignet. Sie ist eine Collage aus Lebensgeschichten, emotional wirksamen Lebensereignissen und deren wechselwirksamen Folgen, wie sie mir in zahllosen Gesprächen offenbart wurden. So individuell verschieden die jeweiligen Erfahrungen und situativen Zusammenhänge auch waren, es zeigten sich mir im Laufe der Zeit gleich mehrere sich wiederholende Muster.

Eines davon lautet in Kurzform:

In unseren Konflikten geht es nur selten um das,
worum wir uns offensichtlich streiten.“

Etwas länger und präziser formuliere ich:

Immer dann, wenn wir mit vermeintlich unverhältnismäßiger Heftigkeit auf ein Ereignis oder eine Information reagieren, ist dieses oder diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einem existenziell bedeutsamen Kernthema unserer Psyche verbunden.“

Haben wir uns erst einmal, durch welchen Auslöser auch immer, im Strudel schmerzhafter Erinnerungen verfangen, ist es für uns geradezu unmöglich, das Hier und Jetzt frei von Projektionen zu erfahren. Diese Projektionen allerdings sind im Grunde gar nicht das Problem. Diese Projektionen sind möglicherweise schlicht gar nicht vermeidbar. Das Problem entsteht dadurch, dass wir sie uns nicht eingestehen. Geschweige denn unserem Gegenüber.

Wir alle sind verwundet. (Lies den Satz nochmal!)

Je länger ich als Coach und Therapeut arbeite, desto unsinniger erscheint mir die klassische Aufteilung in emotional oder psychisch „gesunde“ und emotional oder psychisch „kranke“ Menschen. So, wie ich die Sache sehe, gibt es in unserem Lande kaum einen erwachsenen Menschen, der aus seiner Kindheit keine deftigen emotionalen Wunden oder Traumata mitgenommen hat. In den meisten Fällen übrigens, ohne dass sich dazu irgendjemand strafrechtlich relevant verhalten hätte. Manchmal reicht es einfach, ein bisschen Pech zu haben und von Menschen umgeben zu sein, die traurigerweise nie gelernt haben, emotionalen Schmerz zu erkennen – oder gar zu achten…

Es ist ja kein großes Geheimnis: Wir Deutschen sind weder dafür bekannt, besonders liebevoll und herzlich miteinander und uns selbst umzugehen, noch dafür, besonders authentisch und integer zu sein.

Unsere Kultur ist derart tief mit „kapitalistischen“ (oder gar „neoliberalen“) Gedanken durchseucht, dass es uns überhaupt nicht mehr auffällt, wie oft sich unser Denken um „gewinnen oder verlieren“ dreht, darum, „funktionieren“ zu müssen und darum, niemandem zu zeigen, wie schwach, wie zerbrechlich oder wie unglücklich wir mit uns und unserem Leben sind. Wir sind eine Kultur beständiger Täuschung und Manipulation. Wir glauben, dies würde uns davor beschützen, von anderen Menschen verletzt oder gekränkt zu werden. In der Tat allerdings schützen wir uns auf diese Weise vor allen Dingen davor, uns selbst wirklich und wahrhaftig anzunehmen und zu lieben.

Davon ausgehend (und ich gehe ganz fest davon aus), dass wir als soziale Wesen genetisch darauf codiert sind, in kooperativen Gemeinschaften das individuelle Potenzial jedes und jeder Einzelnen synergetisch zu vervielfältigen (Ja, lies diesen Halbsatz ruhig noch einmal!), wundert es mich persönlich nicht, dass unser momentaner Lebensstil der gegenseitigen Täuschung und Manipulation (statt der Partnerschaft und Kooperation) immer mehr Menschen in diagnostizierbarer Stärke auf die Psyche drückt. Die emotionalen Folgen dieser Art von Leitkultur sind vielfältig, aber selten besonders anmutig.

Es geht mir hier nicht darum, zu einer ausufernden Kulturkritik auszuholen, auch wenn es dafür mehr als Gründe genug gäbe. Darin sind andere besser und präziser als ich. Auch möchte ich nicht andeuten, dass es um die Kindheit in Deutschland im globalen Vergleich besonders schlecht bestellt wäre. Ganz im Gegenteil: Es gibt unzählige Länder, in denen Kinder und/oder ihre Eltern Hunger und Krieg erleiden, bitterste Armut oder gar Verfolgung erfahren. Es gibt bei Weitem schlimmere Orte, um als Kind aufzuwachsen als in Deutschland. Vielleicht sogar gibt es objektiv betrachtet nur wenige bessere Orte zur Zeit. Auch darum geht es mir nicht. Hier geht es mir um etwas anderes.

Ich möchte mit der Geschichte von Katrin und Felix dazu einladen, hineinzuspüren in die eigene Lebensgeschichte, tief genug, dass wir unseren eigenen Wunden und Traumata begegnen. Ich möchte einladen dazu, uns der Tatsache zu stellen, dass auch wir selbst, jeder und jede einzelne von uns, derartige emotionale Wunden in uns tragen. Manche von diesen sind bereits in unserer Kindheit entstanden, manche kamen später neu dazu.

Wir leben in einer Welt, die so auf äußeren Schein setzt, und das bereits so lange, dass wir inzwischen fest verinnerlicht haben, jede Schwäche, jede Verletzlichkeit und jede Unvollkommenheit an uns als einen Makel anzusehen, den wir vor unseren Mitmenschen zu verstecken haben.

Zynischerweise führt dieser emotionale Mummenschanz bei aller Fadenscheinigkeit dazu, dass wir uns selbst durch unsere Strategien der beständigen Täuschung und Manipulation immer wieder selbst beweisen, dass wir so, wie wir wirklich sind, niemals geliebt werden. Wäre dies anders, würden wir uns schließlich nicht verstellen… Von weitem betrachtet: Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung von überragender Anmut. Von innen: Eine hoffnungslose Abwärtsspirale.

Meine Überzeugung ist diese: Je früher wir uns dieser „alten Wunden“ und „verborgenen Traumata“ bewusst werden, desto früher haben wir die Chance, mit diesen Prägungen unserer Psyche einen bewussten, einen würdevollen und einen partnerschaftlichen Umgang zu finden. In meinen Augen ist genau das nicht nur möglich, sondern in den meisten Fällen noch nicht einmal besonders schwer. Da bislang aber weder Bewusstheit noch Würde noch Partnerschaftlichkeit zu den Kernwerten unserer Leitkultur zählen, erfordert diese Art des Umgangs mit unseren Gefühlen zumindest eine gewisse Bereitschaft zur inneren Rebellion gegen diese.

Fassen wir all dies in sehr einfachen Worten zusammen:

Wir alle, ohne Ausnahme, sind emotional gestört. Wir alle tragen emotionale Wunden in uns, die wir nie geheilt haben – vielleicht sogar niemals ganz heilen können. Das gilt für mich, für dich und ebenso für jeden einzelnen Menschen, dem wir in unserem Leben begegnen. Manche von ihnen werden zu unseren Freunden und Freundinnen, manche zu Liebespartner*innen. Manchen kommt in den Geschichten unseres Lebens die Rolle von Widersacherinnen oder Widersachern zu. Manche dienen uns als Gefährt*innen, manche als Mentor*innen, die allermeisten bleiben unser Leben lang Fremde für uns. Sie alle, jeder und jede von ihnen, trägt ungeheilte emotionale Traumata und Wunden in sich.

Um es ganz deutlich zu machen: Deine Mutter und dein Vater, deine Geschwister, wenn vorhanden, deine Zahnärztin und der Kontrolleur im Zug, die Frau, die vor dir in der Schlange steht und der Mann hinter dir, der Schriftsteller, dessen Bücher du verschlingst und die Schauspielerin, die auf der Leinwand als verführerische Spionin überzeugt, deine Postbotin und der Politiker, auf den du schimpfst… Diese Liste ließe sich bis an den Rand der Unendlichkeit fortführen. Ihnen allen gemeinsam ist (Du hast es schon geahnt): Sie alle, ein jeder und eine jede von ihnen, sind emotional versehrt und sehnen sich nach Heilung. Genau wie ich. Genau wie du.

Und jetzt kommt der Twist, zu dem dieser ganze Artikel bis hier hin lediglich Anlauf genommen hat: All dies, so fatalistisch und deprimierend es auch klingen mag, ist in meinen Augen alles andere als eine schlechte Nachricht.

Im Gegenteil.

So, wie ich die Sache sehe, ist dies die Perspektive, die uns endlich und nachhaltig befreit. Unser aller Unvollkommenheit und Versehrtheit ist nicht nur nicht das Problem. Sie ist die Lösung.

Sie ist der Abgrund, an dem wir lernen zu fliegen.

Die frohe Botschaft

Wir leben in einer Kultur, die uns suggeriert, unsere Unvollkommenheit und Verletzlichkeit seien Makel, die wir zu verstecken haben. So viele von uns haben diese Lektion so tief verinnerlicht, dass es uns an manchen Tagen leicht so scheinen kann, als wären wir selbst der einzige Mensch, der derart unvollkommen und verletzlich ist. Das sind wir aber nicht.

Stellen wir uns vor, es wäre möglich, einen Zustand der Selbsterkenntnis und Selbstannahme zu erreichen, in dem wir uns unserer eigenen emotionalen oder psychologischen Wunden derart bewusst wären, dass wir im Stande wären, uns ihres Wirkens gewahr zu sein, ohne dass wir dadurch den Kontakt verlieren würden zu uns selbst, zum Hier und Jetzt und/oder zu unserem Gegenüber…

Stellen wir uns vor, es wäre möglich, uns selbst und unser psychologisches Werden derart tief zu ergründen, dass der emotionale Schmerz unserer Mitmenschen uns nicht verschließt, sondern öffnet, weil wir erkennen, dass all die Gefühle, die sie in diesem Augenblick empfinden, auch uns selbst nur allzu gut bekannt sind…

Stellen wir uns vor, wir würden wirklich begreifen, dass unser emotionales Versteckspiel voreinander uns zwingend in unserer schmerzhaften Illusion bestärken muss, dass wir so, wie wir wirklich sind, niemals geliebt werden können… Denn schließlich beweisen wir uns selbst (und einander) jeden Tag auf’s Neue, dass wir uns selbst so, wie wir sind, weder annehmen noch lieben…

Stellen wir uns vor, wir hatten die Eier*stöcke in der Hose, uns selbst und einander wirklich so zu zeigen, wie wir sind – mit all unseren inneren Engeln und Dämonen…

Wie könnte das aussehen…?

In einer anderen Dimension…

Kehren wir noch einmal zurück an den Anfang unserer Reise. Kehren wir noch einmal zurück zu Katrin und Felix. Zurück an jenen Abend, an dem Katrin mit Felix über Roberto sprach. Diesmal jedoch besuchen wir die beiden in einer anderen Dimension. In dieser nämlich haben die beiden das, was ich mit diesem Text versuche, sichtbar zu machen, bereits zutiefst durchschaut…

In dieser Dimension ging Felix nicht auf Distanz, sondern stellte sich seinen Dämonen:

Katrin: Roberto hat mich gefragt, ob wir morgen mittag mal zusammen essen.

Felix: …

Katrin bemerkt, dass Felix Gesicht angespannt wirkt.

Katrin: Was ist los…?

Felix: Verdammte Axt…! Ich merke, dass ein Teil von mir da gerade ganz heftig eifersüchtig wird… Alter Schwede, das tut gerade ganz schön weh…

Felix schluckt. Seine Augen glänzen.

Katrin: Aber wie kommt denn das…? Roberto ist nur ein Kollege. Ich mag ihn. Er ist witzig. Aber gar nicht mein Typ. Du kennst meinen Typ, und Roberto trägt Vollbart…!

Katrin legt eine Hand auf Felix Oberschenkel.

Felix: Da sind bei mir gerade anscheinend ein paar ganz alte Kindheitsthemen angetickt… Mein Bauch fühlt sich an, als lägen Felsbrocken darin…

Katrin: Hey, Baby…! Oh, wie scheiße ist das denn…?! Das alles, weil ein anderer Typ mit mir essen will…?

Felix: Ach, Baby, ich weiß doch, dass der Film, den da ein Teil von mir fährt, sachlich betrachtet wahrscheinlich überhaupt gar nicht gerechtfertigt ist… Uff…! Das hat mein Bauch nur bislang scheinbar noch nicht so ganz verstanden…

Katrin: Magst mal in meinen Arm kommen…? Ich hab dich so lieb…! Ich kann dir absolut versichern, dass dieses Essen mit Roberto die Welle, die da gerade in dir abgeht, überhaupt nicht wert ist.

Felix: …

Katrin: Das hilft dir grad auch nicht besonders weiter, oder…?

Felix: Nicht wirklich… Ich fühle mich gerade, als wäre ich fünf Jahre alt, ganz allein und niemand würde mich lieb haben…

Katrin breitet den Arm aus.

Katrin: Komm her, kleiner Felix! Komm hier her! Hier wirst du so geliebt…!

Felix legt seinen Kopf in Katrins Schoß. Sie hält ihn im Arm. Eine Hand krault seinen Kopf, die andere liegt still und zart auf seinem Brustbein.

Felix: Ich hab mich in der letzten Zeit öfter gefragt, ob du mich eigentlich noch so wirklich willst…

Katrin: Was…?! Wieso denn das…?!

Felix: Ich habe den Eindruck, unser Sexleben schläft mehr und mehr ein… Und wenn wir Sex haben, dann weil ich es initiiere… Ich hab… Teile in mir haben Angst davor, dass es das jetzt war mit uns… Dass es sich jetzt langsam aber sicher ausschleicht und du dir über kurz oder lang einen Neuen suchst…

Katrin: Oh, Baby…!

[…]

Das Gespräch zwischen Katrin und Felix an jenem Abend in dieser Dimension ging noch ziemlich lang. Tatsächlich war auch Katrin schon länger nicht mehr erfüllt von ihrer gemeinsamen Sexualität. Sie war sogar so mutig, Felix gegenüber einzugestehen, dass da durchaus auch ein Teil in ihr war, dem die Tatsache, dass sich ein anderer Mann für sie interessierte wie Balsam auf eine wunde Stelle vorkam…

In dieser Dimension war es an jenem Abend Katrin, die Felix an der Hand ins Schlafzimmer führte.

Als sie am kommenden Tag Roberto zum Essen traf, war sie verliebt in ihren Mann wie schon seit Jahren nicht mehr.

Wir wahr wollen wir lieben…?

Wir haben die Wahl, ein jeder und eine jede von uns, ob wir den giftigen Mummenschanz unserer momentanen „Leidkultur“ weiter mitspielen wollen oder aussteigen in ein neues Spiel.

Wir haben die Wahl, uns selbst zu suggerieren, unsere Unvollkommenheit und Zerbrechlichkeiten wären Makel, die wir vor Anderen und möglichst auch vor uns selbst zu verstecken haben. Oder aber uns selbst und einander mit allem zu zeigen und zu begegnen, was und wie wir sind.

Wir haben die Wahl, unserem eigenen Schmerz wie dem unserer Mitmenschen mit Desinteresse oder gar Verachtung zu begegnen – oder aber mit liebevoller Neugier. Schließlich zeigt uns da jemand etwas aus seinem oder ihrem Inneren. Was bedeutet, dass er oder sie sich vor uns in seiner oder ihrer Schwäche und Verletzlichkeit zeigt. Was für ein Geschenk ist dies in einer Welt, in der wir täglich umgeben sind von Täuschung und Manipulation…?!

Ist es nicht so? Sobald wir beginnen zu lieben, öffnen wir uns füreinander. Um unsere Liebe wirklich spüren zu können, ist es geradezu notwendig, dass wir unsere Schutzmauern und Membranen fallen lassen. Das aber macht uns auch und ebenso zwangsläufig verletzlich füreinander.

Sobald wir einander nahe kommen, werden wir über kurz oder lang an die wunden Punkte der eigenen und der jeweils anderen Psyche fassen. Und das wird weh tun. Ob uns das nun gefällt oder nicht.

Die frohe Botschaft ist, dass dieser Prozess uns nicht nur dazu dienen kann, uns und einander immer wieder neu zu retraumatisieren, sondern auch, wenn wir es richtig anfangen, dazu, uns selbst und einander psychisch und emotional nach und nach Stück für Stück ein kleines bisschen zu heilen.

Eine weit verbreitete Wunde, die meines Erachtens in den allermeisten von uns klafft, lautet: „So, wie ich bin, bin ich nicht liebenswert!“ Diese Wunde hat sich im Laufe des Lebens vieler Menschen in unserem Land immer wieder durch schmerzhafte Erfahrungen vertieft. Diese emotionale Wunde ist ursächlich beteiligt an unzähligen Depressionen, Abhängigkeiten, Bindungsstörungen und kriminellen Karrieren. Diese emotionale Wunde führt zu unkontrolliertem Konsum, zu Ernährungsstörungen, zu Selbstzweifeln, Selbstverurteilung, Missgunst, Misstrauen und physischer Gewalt. Die Wunde des „So, wie ich bin, bin ich nicht liebenswert!“ ist nicht nur eine Wunde in vielen von uns. Sie ist eine Wunde in unserer Kultur.

Der einzige Weg, der mir einfällt, um diese omnipräsente Wunde in unseren Gefühlen zu heilen, besteht darin, dass wir uns selbst immer wieder bewusst und entschlossen Situationen und Erfahrungen aussetzen, in denen uns unmissverständlich vor Augen geführt wird, dass da jemand ist, der uns wirklich und wahrhaftig annimmt und liebt, so wie wir sind. Mit allem, was wir sind.

Diese Erfahrung aber können wir nur machen, wenn wir uns bereitwillig und entschieden der Angst und Gefahr stellen. So lange wir uns selbst wie einander ausnahmslos unsere Masken zeigen, haben wir zu diesem Erfahrungsraum emotionaler Heilung keinen Zugang. Meine wiederholte Erfahrung aus meinem eigenen Leben und denen unzähliger anderer Menschen ist die: Sobald wir damit beginnen, uns selbst wie einander wirklich nackt zu zeigen, in unserer ganzen, himmelschreienden Unvollkommenheit, im Angesicht panischer Ängste vor der Wiederholung vergangener Schmerzen, setzt sich der Prozess unserer emotionalen Heilung in Gang.

Vielleicht konnten die Geschichten von Felix und Katrin den Hauch einer Idee davon vermitteln, wie dies im gelebten Leben und in gelebter Liebe aussehen könnte. Und auch davon, was allzuleicht zur Alternative wird, wenn wir es nicht tun.

Ich schließe meine Gedanken mit den Worten von Søren Aabye Kierkegaard, der schrieb:

Wage das Risiko, und du verlierst augenblicklich deinen sicheren Halt. Wage es nicht, und du verlierst dich selbst.“

Ich glaube, er hatte Recht damit.

 

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