Du denkst, du hast sie nackt gesehen… Dominic Matthew Jackson

Liebe: Heilende Intimität

Du denkst du hast sie nackt gesehen,
weil sie sich vor dir ausgezogen hat?

Erzähle mir von ihren Träumen.
Erzähle mir was ihr Herz bricht.
Erzähle mir, was sie begeistert
und was sie zum Weinen bringt.
Erzähle mir von ihrer Kindheit.
Besser noch, erzähle mir eine Geschichte über sie
in der du nicht vorkommst.

Du hast ihre Haut gesehen und ihren Körper berührt.
Und doch weisst du von ihr genauso viel
wie über ein Buch, das du einst gefunden hast,
und doch nie dazu kamst, es zu öffnen.

Dominic Matthew Jackson

Liebe Schwester… – Goran Ivetic

Liebe: Heilende Intimität

Wir stehen vor einen gewaltigen kulturellen Wandel. Vieles von dem, was uns in der Vergangenheit Sicherheit und Glück verheißen hatte, ist inzwischen als Illusion entlarvt. Daher wundert es nicht, dass so viele Menschen heute verunsichert, orientierungslos und resigniert sind.

Was fehlt uns? Was brauchen wir, um diese Zeit des Wandels nicht als Gefahr, sondern als Chance zu begreifen?

Ich glaube, was wir jetzt brauchen, sind stabile und entschlossene Vorbilder für ein Leben in Würde und Integrität. Wir brauchen Männer und Frauen, die uns vorleben, was es heißt, dieses Leben, dieses eine Leben, aufrecht und mitfühlend, uns selbst und unserer Verantwortung bewusst, mit Herz und Hand als unser eines, eigenes Leben anzunehmen und durch ihr Leben ein sichtbares Zeichen abzulegen dafür, dass ein Leben in Aufrichtigkeit und Würde, in Integrität und Empathie nicht nur vage möglich ist, sondern jedem und jeder von uns offen steht.

Der Tanz von Yang und Yin

Dieser Artikel behandelt meine Sicht auf das Verhältnis von Männern und Frauen in unserer Kultur – oder besser: auf unseren kulturellen Umgang mit „Männlichkeit“ bzw. „Weiblichkeit“. Was bedeutet es in unserer Kultur, „Mann zu sein“ oder „Frau zu sein“?! Die Genderforschung hat uns recht deutlich offenbart, dass die Antwort auf diese Fragen weit mehr erfordert als einen scheuen Blick in unsere Unterwäsche. „Mann sein“ und „Frau sein“ hat nicht nur eine biologische Dimension (und noch nicht einmal diese ist, wie wir heute wissen, immer ganz eindeutig!), sondern auch eine soziale, eine politische und nicht selten Dutzende ganz persönlicher Dimensionen obendrauf.

Ich möchte an dieser Stelle gerne eine weitere Perspektive ins Rennen bringen. Eine Perspektive, die es uns vielleicht ermöglichen kann, „das Spiel von Mann und Frau“ mit ganz neuen Augen zu betrachten. Ich glaube nämlich, dass wir in unseren Vorstellungen von „Männlichkeit“ und „Weiblichkeit“ ein paar Dinge miteinander vermischen, die viel mehr Sinn ergeben, wenn wir sie getrennt voneinander betrachten…