Volker Schmidt (Autor, Mentor, Trainer, Redner)

Der Kern meiner Arbeit

Als Coach, Mentor und Therapeut besteht meine Arbeit darin, Menschen in Kontakt zu bringen mit sich selbst bzw. miteinander. Hierbei zeigt sich regelmäßig, dass wir Menschen bei aller (potenziellen) Verstandeskraft und Logik in unseren Entscheidungen von ganz anderen Kräften bewegt oder gar getrieben werden.

Je besser wir verstehen, welche bewussten wie unterbewussten Wirkkräfte unser Tun und Wollen prägen, desto leichter fällt es uns, uns selbst und einander mitfühlend zu verstehen und in unserem Sein und Wollen anzunehmen. Diese Annahme unserer Selbst bzw. unserer (Liebes-, Geschäfts- oder Gesprächs-)partner als das, was wir/sie sind, halte ich für die Grundlage jeder kooperativen Beziehungsgestaltung.

Erst, wenn wir das, was ist, annehmen, wie es ist, können wir beginnen, das, was ist, sinnvoll und zielgerichtet in unserem Sinne zu verändern.

Das Fundament meiner Arbeit besteht daher nicht aus Werkzeugen und Methoden, sondern aus einem Menschenbild, das mir und meinen Klienten hilft, ihr Empfinden und Erleben einzuordnen, die dahinter wirksamen Gesetzmäßigkeiten zu verstehen und auf dieser Basis bestenfalls neue Entscheidungen zu fällen, die zu einem neuen Empfinden und Erleben führen.

Wer ist „ich“?

Warum erleben wir uns selbst und einander innerlich oft so zerrissen und wankelmütig? Warum treffen wir Entscheidungen, die wir dann aber nicht umsetzen? Wer steckt hinter den Stimmen in unserem Kopf? Und was genau sind eigentlich Gedanken?

Ich glaube nicht mehr an die Geschlossenheit der menschlichen Psyche. Präziser gesagt betrachte ich die menschliche Psyche als ein lebendiges System miteinander wechselwirksam interagierender Akteure. Diese innerpsychischen Akteure nenne ich „innere Instanzen“.

Diese Herangehensweise an unsere menschliche Psyche steht wissenschaftlich auf dünnem Eis. Kein Scan und keine Vermessung des Gehirns hat jemals Hinweise auf derartige Strukturen in unserer Psyche hervor gebracht. Dennoch ist mir kein anderes Modell geläufig, das das Hin und Her unserer Empfindungen, Bewertungen und Motivationen besser verständlich und handhabbar macht als dieses.

Vielleicht ist es meinen Norddeutschen Wurzeln geschuldet, dass ich mich zur Umschreibung meiner metaphorischen Perspektive auf die Prozesse unserer Psyche einer alten nautischen Mär bediene, nämlich des „Fliegenden Holländers“.

Mehr darüber:     Wer ist „ich“? (Der „Fliegende Holländer“)

Was sind Gefühle?

Warum kommen uns unsere Gefühle (vermeintlich) immer wieder in die Quere? Warum ist es so schwer (oder gar unmöglich?), unsere Gefühle zu unterdrücken? Warum erleben wir (vermeintlich) viel häufiger unangenehme als angenehme Gefühle? Was sind Gefühle überhaupt? Und wer fühlt noch, außer uns Menschen?

In meinen Augen sind Gefühle keine willkürlich wirksamen Kräfte, die uns überkommen, und derer wir uns nicht erwehren können. Ich glaube, das, was wir „Gefühle“ nennen, sind evolutionär angelegte Interpretations- und Motivationsprozesse. Sie entstanden in ihren Grundformen möglicherweise schon vor mehr als 500 Millionen Jahren.

Es ist nicht nur möglich, unser eigenes emotionales Empfinden sowie das unserer Mitmenschen rational zu verstehen, wir können auch darauf Einfluss nehmen und unsere Gefühle (in gewissem Rahmen) bewusst lenken. Ja, in der Tat. Ich glaube, wir können klüger fühlen. Wenn wir wollen.

Mehr darüber:     Klüger fühlen!

Grundbedürfnisse

Woran liegt es, dass trotz reichhaltiger Ernährung, guter Gesundheitsversorgung und relativer innerer Stabilität so viele Menschen in Deutschland (und anderen Ländern des reichen Westens) psychisch krank werden? Warum häufen sich die Zahlen von Depression und Burnout, von Suchterkrankungen und Angststörungen? Was fehlt uns? Beziehungsweise: Was brauchen wir, um glücklich und gesund zu leben?

Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Psyche Bedürfnisse hat. Ich fasse das Wort „Bedürfnisse“ hier bewusst sehr eng. Es bedeutet: Wenn ein Bedürfnis, sei dies körperlicher oder psychischer Natur, über längere Zeit hinweg nicht erfüllt wird, kommt es zwingend (!) zu Störungen des Systems. Diese Störungen können ebenso körperlich zum Ausdruck kommen wie durch psychische Auffälligkeiten.

Ebenso wie in Bezug auf unsere Gefühle sehe ich auch unsere Psyche und ihre Bedürfnisse als ein Ergebnis evolutionärer Prozesse. Das bedeutet: Nicht nur der Mensch hat eine Psyche und psychische Bedürfnisse, sondern darüber hinaus die weit überwiegende Anzahl aller komplexen Tiere auf Erden, die über ein Gehirn verfügen.

In meinen Augen umfasst die Liste unserer psychischen Grundbedürfnisse 16 Faktoren in vier evolutionsgeschichtlich voneinander abgrenzbaren Clustern:

Stufe 1:           Passive Basisbedürfnisse
Bedürfnisse:  Wohlbefinden, Sicherheit, Leichtigkeit, Orientierung
Bedingung:    Gehirn, Sinnesorgane

Stufe 2:           Handlungsbedürfnisse
Bedürfnisse:  Wirksamkeit, Freiheit, Intensität, Entwicklung
Bedingung:    Aktive Körperkontrolle

Stufe 3:           Soziale Bedürfnisse
Bedürfnisse:  Gemeinschaft, Anerkennung, Gerechtigkeit, Verbundenheit
Bedingung:    Soziale Lebensweise

Stufe 4:           Identitätsbedürfnisse
Bedürfnisse:  Selbsterkenntnis, Sinn, Integrität, Augenhöhe
Bedingung:    Metakognition

Mehr darüber:     Die psychischen Grundbedürfnisse des Menschen

Partnerschaft

Was ist Liebe? Woran liegt es, dass so viele einstmals glückliche Paare sich später so verachten? Was braucht es, damit Partnerschaft gelingt?

Ich glaube, es ist möglich, Liebe und Partnerschaft auf eine Weise zu leben, die beide Partner nährt und glücklich macht. Ich glaube aber auch, dass eine solche Art von Partnerschaft nicht zum Nulltarif zu bekommen ist.

Mehr darüber:     Liebe auf Augenhöhe!

Sex

Ist das Thema wirklich so wichtig?

Ich denke, ja.

Mehr darüber:     Untervögelt?

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