Liebe in Zeiten der Quarantäne

Liebe: Heilende Intimität

Kein anderes Thema beherrscht unsere Gedanken und Gespräche derzeit so sehr wie globale Corona-Pandämie. Für Unzählige von uns werden die kommenden Wochen oder gar Monate zu einer Herausforderung oder gar Zerreißprobe werden. Die Angst vor wirtschaftlichem oder sogar menschlichem Verlust ist vielen von uns aktuell in’s Gesicht geschrieben.

Doch nicht nur wirtschaftlich und gesundheitlich wird es an vielen Stellen eng werden. Auch psychologisch betrachtet kommen auf viele Menschen Entwicklungen zu, die ungeahnte Folgen mit sich bringen werden.

Dieser Artikel beleuchtet die psychologischen Auswirkungen der aktuellen Quarantäne auf Singles, Paare in gemeinsamer Wohnung und Paare in räumlicher Distanz. Sie alle werden die kommenden Wochen emotional sehr unterschiedlich erleben. Jeder dieser drei Gruppen gebe ich in diesem Artikel meine persönlichen wie professionellen Hinweise und Tipps für den Umgang mit den voraussichtlich auf sie zukommenden Schwierigkeiten.

Die Sache mit der Scham

6 Schritte zur Selbstliebe

Viele Menschen in unserem Land und unserer Kultur haben weit größere Hemmungen im Umgang mit ihrer eigenen Sexualität, als sie es sich und anderen eingestehen möchten. Das ist schade, denn dadurch geht ein großes Maß an Lebensfreude verloren; in ihrem eigenen Leben wie auch im Leben ihrer Liebespartner. Eine große Rolle dabei spielt immer wieder die Scham – oder besser: eine amorphe, irrationale Angst vor der Scham.

Das, was wir „Scham“ nennen, nämlich, ist im Kern nicht mehr als die Einsicht in die eigene Unvollkommenheit, so wie der „Stolz“, ihre Gegenkraft, die Einsicht ist in die eigene Größe. Scham und Stolz sind Grundkräfte unserer geistigen Entwicklung und Reifung. Gemeinsam sind sie, Stolz und Scham, in der Lage, das zu formen, was wir „Würde“ nennen. So wie „Stolz“ nicht gleichbedeutend ist mit „Überheblichkeit“, so ist „Scham“ etwas anderes als „Selbsterniedrigung“.

klüger fühlen 06 – Klüger fühlen!

a woman sits on the end of a dock during daytime staring across a lake

Was ergibt sich aus diesem Modell unserer Gefühle für unseren täglichen Umgang mit ihnen? Welche Schlüsse lassen sich ziehen, und wie können diese uns im Umgang mit unserem eigenen Gefühlsleben hilfreich sein?

Dieses letzte Kapitel führt uns von der Theorie zurück ins wahre Leben. Dort schließlich haben viele von uns es immer wieder mit schwierigen Gefühlen zu tun.

Die Eleganz dieses Modells liegt darin, dass wir nicht mehr jedes einzelne unserer mannigfaltigen Gefühle verstehen und durchleuchten müssen.

All unsere Gefühle entstehen aus den 6 Grundkräften Freude, Ärger und Traurigkeit, Überraschung, Angst und Lust. Kaum eines enthält mehr als eines oder zwei dieser Grundgefühle in relevanter Stärke. Diese Grundkräfte allerdings definieren bereits die Richtung und das Ziel der zum Ausdruck kommenden emotionalen Energie. Wir müssen lediglich in der Lage sein, diese 6 unterschiedlichen Energien in unserem eigenen Erleben zu differenzieren und zu identifizieren.

klüger fühlen 04 – Grundgefühle 2. Ordnung

a woman sits on the end of a dock during daytime staring across a lake

klüger fühlen! Inhalt: klüger fühlen 01 – Warum wir fühlenklüger fühlen 02 – Eine neue Ordnung der Gefühleklüger fühlen 03 – Grundgefühle 1. Ordnungklüger fühlen 04 – Grundgefühle 2. Ordnungklüger fühlen 05 – Der schillernde Kosmos unserer komplexen Gefühleklüger fühlen 06 – Klüger fühlen! klüger fühlen 04: Grundgefühle 2. Ordnung „Prognosen sind schwierig,besonders wenn siedie […]

klüger fühlen 02 – Eine neue Ordnung der Gefühle

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Gefühle sind essenziell bedeutsam für jede menschliche Entscheidung im Leben. Jeder Streit, jede Lüge, jeder Anschlag, jeder Mord beruht auf Gefühlen, die einen Weg suchten, sich zum Ausdruck zu bringen. Das macht die Frage, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen, nicht nur zu einem interessanten Thema für freundschaftliche Plaudereien, sondern zu einer Frage mit einer kulturellen und politischen Dimension.

Es ist dringend an der Zeit, dass wir verstehen, welche Bedeutung der Umgang mit unseren Gefühlen nicht nur auf das Leben hat, das wir führen, sondern auch auf die Kultur, in der wir leben. „Emotionale Kompetenz“ gehört verankert in den Lehrplan jeder Klassenstufe und in das Curriculum aller Studiengänge, die einen pädagogischen, psychologischen oder sozialen Schwerpunkt haben.