Zutat 4:
Ein gesundes Körperbewusstsein

„Äh … Falls ihre Bemerkung auf Sexualität hinzielt:
Ich bin voll funktionsfähig programmiert
auf multiple Techniken.“

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Sex ist pure körperlichkeit. Das bedeutet nicht nur wohlige oder irritierende Empfindungen. Es bedeutet auch Geräusche und Gerüche. Es bedeutet Körperflüssigkeiten: Speichel und Schweiß, Blut vielleicht sogar, Samen, Scheidensekret und weiblicher Ejakulationssaft. Es bedeutet, Flecken zu hinterlassen auf Körpern, Kissen und Kleidern.

Je besser wir unseren Körper kennen, je mehr wir gelernt haben, ihn in all seiner Lebendigkeit und Empfindsamkeit zu genießen und zu lieben, desto freier gehen wir in unserer Sexualität mit allen Facetten unserer Körperlichkeit und unserer Lebendigkeit um.

Wenn wir unseren Körper und unser »So-sein-wie-wir-sind« lieben und ehren, dann ist jedes wohlige Empfinden ein Geschenk des Lebens an uns. Dann denken wir nicht darüber nach, ob es okay ist, dass wir oben gurren und unten schmatzen, dass uns Körpersekrete in Gesicht und Haaren kleben, dass wir gerade gepupst haben oder dass unser Bettlaken voller dunkler, glänzender Flecken ist.

Je weniger wir uns mit derlei Dingen glauben beschäftigen zu müssen, desto leichter und tiefer können wir uns einlassen auf das wundervolle Spiel von Sinnlichkeit und Lust.

Je besser wir unseren Körper kennen, desto präziser können wir darüber hinaus auch erfassen und benennen, was uns gefällt und was nicht. Wir können dies unserem Liebespartner mitteilen, um ihm oder ihr die Gelegenheit zu geben, uns etwas Gutes und Schönes zu tun. Es sei denn natürlich, unser/e Partner*in kann Gedanken lesen oder hört ohnehin nicht hin.

Wenn wir unseren Körper kennen und lieben, dann sind wir gut zu ihm und geben ihm, was er braucht. Sei dies gesunde Nahrung, natürliche Bewegung oder eben: guter Sex.


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