Zutat 3:
Spiel- und Entdeckungsfreude

Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen,
denn die meisten Frauen lachen gerne ein bisschen,
bevor sie anfangen zu küssen.“

Jerry Lewis ( Komiker )

Es gibt viele verkopfte, verkrampfte und anstrengende Arten und Weisen, miteinander Sex zu haben. Allerdings ist keine davon geeignet, uns besondere Genüsse zu bescheren.

Guter Sex ist ein Spiel, ein Tanz oder eine Reise. Sein erster und oberster Zweck ist die Mehrung des gemeinsamen Glücks. Darüber hinaus kann guter Sex dazu führen, dass wir miteinander Erfahrungen machen, die alte Wunden oder Ängste heilen. Wir können einander und uns selbst auf völlig neue Weise erleben. Ganz genauso wie ein Spiel, ein Tanz oder eine Reise, es zu tun vermag.

Wer mit Spiel- und Entdeckungsfreude im Herzen in eine sexuelle Begegnung geht, der hat keine verdeckten Ziele, keine Erwartungen oder Forderungen im Hinterkopf. Weil es um nichts anderes geht als um die gemeinsame Freude und Lust, ist alles willkommen, was diese Freude und Lust nährt. Bei meinem Spiel-, Tanz- und Reisepartner ebenso wie bei mir selbst. Weil es um nichts geht, gibt es aber auch keine Agenda, wann was wie zu geschehen hat. Weil das Spiel, der Tanz, die Reise seinen oder ihren eigenen Regeln folgt.

Wenn das Spiel, das wir spielen, wirklich Spaß macht – und auch der Partner, mit dem wir dieses Spiel spielen, es auf eine Weise spielt, die uns gut gefällt – dann ist es überhaupt nicht schlimm, wenn zwischendurch mal ein komischer Gedanke oder ein blödes Gefühl auftaucht, wenn irgendetwas kurz wehtut, nicht so funktioniert wie gedacht oder wenn der/die andere sich etwas wünscht,
womit ich nicht gerechnet hätte.

All das ist dann einfach nur ein Teil unseres gemeinsamen Spiels, unseres Tanzes oder unserer Reise durch unser gemeinsames Abenteuer- und Zauberland.

Je offener und klarer wir unserem Partner kommunizieren, was wir uns wünschen oder was uns gefällt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir auch das bekommen oder erleben, was wir uns wünschen und was uns gefällt.

Vorausgesetzt natürlich, wir haben eine/n Partner*in, der oder die daran Gefallen findet, uns unsere Wünsche zu erfüllen. Ist dem in unserer aktuellen Liebesbeziehung oder Ehe gerade nicht so, stellen sich möglicherweise ganz andere Fragen.


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