Zutat 3:
Ein gesundes Selbstbewusstsein

„Sex ist sehr unkompliziert, wenn man von keinem Komplex,
sondern von einem Bedürfnis geleitet wird.“
Georges Simenon

Nicht nur mein Körper, auch meine Psyche ist alles andere als makellos. Vielleicht habe ich irrationale Ängste oder Selbstzweifel. Vielleicht habe ich Schwierigkeiten im Umgang mit meinen Gefühlen oder schäme mich, zu sagen, was ich will.

All das ist Teil dessen, was wir sind. All diese Dinge lassen wir an, auch wenn wir uns ausziehen – ebenso wie unseren Körper. Wir können uns mögen oder nicht – zumindest gerade sind wir genau so, wie wir sind.

Mit wem ist der Sex wohl schöner? Mit einem unvollkommenen Menschen, der sich selbst gerne mag (trotz einiger „Macken“) oder mit einem unvollkommenen Menschen, der viel lieber vollkommen wäre?

Übung: Freundschaft schließen! (2)

Wer bist du? Und wer bist du noch?

Erkunde deine Psyche: Deine Gedanken, deine Gefühle, deine Wünsche und Werte und die Bedürfnisse hinter all dem.

Begib dich auf eine Reise in dein Inneres und lerne dich selbst wirklich kennen. Wer bist du hinter all deinen Fassaden aus Status, Beruf und Kultur?

Ein kleiner Junge, ein kleines Mädchen, ein ungezähmtes Tier – die Welt in unserem Inneren ist bevölkert von Persönlichkeitsaspekten, die auf die Dinge, die wir erleben, sehr unterschiedlich reagieren. Je nachdem, welcher Teilaspekt von uns gerade „am Ruder“ ist, werden wir mal auf die eine und mal auf die andere Weise auf denselben Reiz reagieren.

König/in und Kind, Engel und Tier sind archetypische Anteile in uns, die in unserer Liebe und Sexualität wichtige Funktionen haben. Vielleicht spielen aber auch noch andere Anteile von uns eine Rolle: Schatten oder Geister der Vergangenheit, Krieger oder Amazonen, Rebellen oder Rächerinnen und vielleicht sogar der oder die eine oder andere „weise Alte“.

Lerne dich selbst kennen. Finde heraus, welche Kräfte dich in deinem Leben steuern. Und dann lerne diese Kräfte zu lieben.


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