Zutat 2:
Ein gesundes Körperbewusstsein

„Äh … Falls ihre Bemerkung auf Sexualität hinzielt:
Ich bin voll funktionsfähig programmiert
auf multiple Techniken.“
Data

Sex ist pure Körperlichkeit. Das bedeutet nicht nur wohlige oder irritierende Empfindungen. Es bedeutet auch Geräusche und Gerüche. Es bedeutet Körperflüssigkeiten: Speichel und Schweiß, Blut vielleicht sogar, Samen, Scheidensekret und weiblicher Ejakulationssaft. Es bedeutet, Flecken zu hinterlassen auf Körpern, Kissen und Kleidern.

Je besser wir unseren Körper kennen, je mehr wir gelernt haben, ihn zu genießen und zu lieben, desto freier gehen wir in unserer Sexualität mit allen Facetten unserer Körperlichkeit um.

Wenn wir unseren Körper lieben, dann ist jedes wohlige Empfinden ein Geschenk des Lebens an uns. Dann denken wir nicht darüber nach, ob es ok ist, dass unsere Unterleiber schmatzen, dass uns Körpersekrete in Gesicht und Haaren kleben, dass wir grad gepupst haben oder dass unser Bettlaken voller glänzender Flecken ist.

Je weniger wir uns mit derlei Dingen glauben beschäftigen zu müssen, desto leichter und tiefer können wir uns einlassen auf das wundervolle Spiel der Sinnlichkeit und Lust.

Je besser wir unseren Körper kennen, desto präziser können wir benennen, was uns gefällt. Wenn wir dies dann auch noch tun (also: sagen, was uns gefällt!), dann erhöht sich dadurch ganz erheblich die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir auch das bekommen oder erleben, was uns gefällt.

Übung: Freundschaft schließen! (1)

Du hast einen Körper mitbekommen in dieses Leben. Wenn du dich auf das Spiel der Sexualität einlässt, dann ist dieser Körper dein Instrument, auf dem du selbst oder jemand anders spielt.

Lerne deinen Körper kennen und schließe Freundschaft mit ihm!

Schau‘ dich nackt im Spiegel an. Berühre dich. Oben und unten, hinten und vorne. Rieche und koste deinen eigenen Scheidensaft, dein eigenes Sperma. Schließlich bietest du es auch anderen zum Verzehr an. Da solltest du auch selbst wissen, wie du riechst und schmeckst. Oder?

Streichle und errege dich selbst. Welche Reize machen dich an? Wie verändert sich dein Reizempfinden im Verlauf deiner Erregung?

Achte und ehre deinen Körper!

Ernähre deinen Körper gut. Bewege ihn viel und auf natürliche Weisen. Geh‘ ruhig mal an deine Grenzen, aber bitte mit Bedacht. Schlafe genügend und pflege ihn gut.

Dieser Körper ist dein einziger in diesem Leben. Je besser du ihn behandelst und pflegst, desto länger kann er dir große Freuden bringen.


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