Das Universum in uns

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit den inneren Anteilen in anderen Menschen und nicht zuletzt mir selbst. Dabei fasziniert es mich bis heute, wie zutiefst menschlich und oft leicht nachvollziehbar diese innerpsychischen Teilaspekte sich in ihren Reaktions- und Verhaltensweisen immer wieder zeigen.

Es ist fast so, als gäbe es in unserem geistigen Feld ein eigenständiges Universum, das bewohnt und belebt ist von beständig miteinander und gegeneinander kommunizierenden und interagierenden Wesenheiten. Ein Feld, das wir beobachten, und in das wir eingreifen können. Denn es ist möglich, mit diesen Anteilen in uns in KOntakt und sogar bewusst mit ihnen in Verhandlung zu treten.

Hinweis: Der Klarheit halber möchte ich anmerken, dass die Kräft, von denen ich in diesem Artikel schreibe, physikalisch nicht existieren. Es ist lediglich so, „als ob“ sie existieren würden. Die metaphorische Beschreibung innerer Anteile als Wesenheiten oder „Spirits“ ist lediglich ein bildliches Modell, eine Übersetzung innerpsychischer Prozesse in eine Sprache, die wir mit unserem Bewusstsein erfassen, deuten und mit dem wir interagieren können. Das ist vielleicht nicht wissenschaftlich präzise, aber es ist sehr praktisch.

Zurück ins Bild:

Wer mit diesem psychischen Universum in sich selbst oder Anderen in Kontakt tritt, entdeckt bald eine große Fülle ganz verschiedenartiger innerer Anteile oder Kräfte, die unsere Gedanken, Wahrnehmungen und Interaktionen im Alltag deutlich prägen. Einige von ihnen sind der Alltagspsychologie als Phänomene wohlbekannt:

Der innere Kritiker, der innere Antreiber, der kleine Junge oder das kleine Mädchen in uns… Wir alle kennen die Stimme der Angst, die Stimme der Scham und die Stimme der Wut… Manche Menschen kennen sogar bereits „Den alten Weisen“ oder „Die alte Weise“ in sich. Diese Stimme wird oft als eher leise, aber ausgesprochen hilfreich beschrieben.

Von all diesen mannigfaltigen Kräften unserer Psyche kommt in meinem heutigen Verständnis des Spiels, das wir die Liebe nennen, vier inneren Instanzen eine hervorgehobene Bedeutung zu. Jede dieser vier Instanzen inkorporiert eine grundlegende und entscheidende Qualität unseres Selbstempfindens als Mann oder Frau.

Jeder dieser Instanzen ist als Hüter oder Hüterin für eine wesentliche Sphäre unserer Liebesbeziehungen zuständig. Je mehr wir diesen Teil in uns erkannt, erfahren und integriert haben, desto schöner und erfüllter wird dieser Aspekt unserer Liebe erblühen. Je weniger wir uns diesem Anteil in uns gewidmet und ihn entfaltet haben, desto kümmerlicher sieht es in diesem Feld unserer Liebe aus.

Ich nenne diese Instanzen:

Der König oder die Königin
Das innere Kind
Der Engel und
Das Tier.


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